Das Theater

Das Salzburger Marionettentheater: eine 100-jährige Familientradition. Erfahren Sie noch mehr über die Geschichte des Salzburger Marionettentheaters und lesen Sie über unser Haus.

Lernen Sie unser Ensemble und unsere Bildhauer kennen, werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen, erfahren Sie mehr über den Verein und werden Sie Mitglied und erhalten Sie detaillierte Informationen zur Miete unseres Theaters.

Chronik des Salzburger Marionettentheaters

27. Februar 1913

Der akademische Bildhauer Prof. Anton Aicher tritt erstmals mit seinem Marionettentheater mit Mozarts „Bastien und Bastienne“ in Salzburg auf. Im Oktober 1913 mietet Anton Aicher den Turnsaal des fürsterzbischöflichen Borromäums und richtet dort das „Salzburger Marionettentheater“ ein. Für 47 Jahre bleibt dieser Saal die Heimat der Salzburger Marionetten.

1914

Die Salzburger Marionetten bauen ihr Repertoire aus. Für Kinder werden Märchenspiele einstudiert, im Mittelpunkt der über 130 Produktionen bis 1950 steht Hans Wurst, der Kasperl. Erstmals nimmt das Salzburger Marionettentheater auch das Spiel „Doctor Johannis Faustus“, das älteste deutsche Puppenspiel, in sein Repertoire, das im Sommer 1914 bereits 14 Stücke umfasst. Der Beginn des Ersten Weltkrieges bringt erhebliche Schwierigkeiten.

1915–1920

Trotz des 1. Weltkrieges entwickelt sich das Salzburger Marionettentheater zu einem künstlerischen Mittelpunkt in Salzburg.

1923–1926

Anton Aichers Sohn Hermann heiratet 1926 die junge Sopranistin Elfriede Eschenlohr. Als Hochzeitsgeschenk übergibt ihm Anton Aicher die Leitung des Theaters. Hermann Aicher benützt seine technischen Kenntnisse dazu, die Bühne zu erneuern und setzt vor allem auf die Möglichkeiten der Lichttechnik. Er konzentriert sich mehr auf das musikalische Repertoire. In Zusammenarbeit mit Lehrern und Studenten des Mozarteums werden weitere Opern einstudiert.

1927

Erstes Gastspiel der Salzburger Marionetten in der Kunsthalle Hamburg.

1928

Trotz großer Erfolge in Salzburg und bei Auslandsreisen gerät das Theater in finanzielle Schwierigkeiten. Die Reisen sind wegen des großen Aufwands – außer Puppenspielern und Technik müssen auch Sprecher, Sänger, Musiker und Dirigenten mitreisen – nicht kostendeckend durchzuführen.

1927–1934

Erste große Balkan-Tournee nach Athen, Sofia und Istanbul. Gastspiel in Holland und Belgien. Erweiterung des Repertoires um kleine Mozartopern.

1936

Gastspiel in Moskau und Leningrad. Es wird in Sälen vor bis zu 2500 Zuschauern gespielt. Eine neue Reisebühne und Puppen von nahezu einem Meter Höhe werden dafür gebaut. Als besondere Attraktion gilt die Puppe der Tänzerin Anna Pawlowa als „Sterbender Schwan“.

1937

Die Salzburger Marionetten gewinnen bei der Weltausstellung in Paris die Goldmedaille.

1938

Die Salzburger Marionetten gastieren in Schweden. Erstes Gastspiel in Berlin im Rahmen einer großen Deutschland-Tournee.

1940–1944

Die Salzburger Marionetten werden als Fronttheater eingesetzt. Erste Reise nach Norwegen, später auch Polen, Russland, Rumänien. Im Herbst 1944 schließt das Theater.

Die Bildhauer

Anton Aicher

In einem kleinen Dorf in der Südsteiermark wird Anton Aicher 1859 geboren. Seine Begabung zum Schnitzhandwerk wird in früher Jugend erkannt und er wird zu einem bekanntem Altarschnitzer in die Lehre geschickt, später nach Wien auf die Kunstakademie. Der junge Bildhauer wird an eine Lehrstelle der Bildhauerklasse an der Staatsgewerbeschule Salzburg berufen. Das Interesse an beweglichen Figuren führt Anton Aicher nach München zu einem der damaligen Meister des Puppenspiels, „Papa” Schmid. Der Grundstein für das Marionettenspiel wird gelegt. Aicher beginnt kleine Köpfe zu schnitzen, Körper zu bauen. Rosa Aicher, seine Frau, schneidert die Kostüme, und am 27. Februar 1913, mit Mozarts Jugendoper Bastien und Bastienne, erfolgt der erste öffentliche Auftritt von „Prof. Anton Aichers Künstler Marionettentheater”.

Graf Schaffgotsch und Luise Spannring

Zu dem Bühnenbildner Graf Schaffgotsch gesellt sich im Jahr 1926 auch die bereits renommierte Salzburger Keramikerin Luise Spannring. Für Mozarts Jugendwerk Apollo und Hyazinth, modelliert sie Köpfe, Hände und zum Teil auch ganze Figuren. Diese Bühnenproduktion zählt bis zum heutigen Tag zu einem besonderen Juwel des Salzburger Marionettentheaters.

Sepp Aichberger

Sepp Aichberger, ein begabter Schüler Anton Aichers aus der Wiener Zeit, kommt nach Salzburg und übernimmt die Weiterentwicklung des Schnitzhandwerks für die Anforderungen des Theaters.

Für das Gastspiel 1936 in St. Petersburg und Moskau verlangt man einen Meter große Figuren für die zu bespielenden Freilichttheater und großen Bühnen. Der schöne Kopf der Tänzerin Anna Pawlowa stammt von Aichberger.

Sepp Pyffrader

Sepp Pyffrader, ein bekannter Salzburger Bildhauer, gestaltet 1937 die Köpfe für die vielleicht erfolgreichste Aufführung der Zeit: Der Diamant des Geisterkönigs von Ferdinand Raimund.

Josef Magnus

Josef Magnus stößt 1945 zur Künstlergemeinschaft. In Zusammenarbeit mit Friedl Aicher werden die Salzburger Figuren weiterentwickelt. Am Programm steht der Jedermann von Kurt Nachmann, das alte Puppenspiel Doktor Faust, Der Salzburger Don Juan, Die Gärtnerin aus Liebe, sowie Max und Moritz. Magnus ist die Hauptstütze für die Erstellung vieler neuer Programme, u.a. Die Zauberflöte, Die Entführung aus dem Serail, Schneewittchen, Dornröschen.Unter seiner Hand entstehen schönste Köpfe und bezauberndste Märchenfiguren.

Jakob Adelhart

1948 kommt Jakob Adelhart als Bildhauer zum Ensemble und schafft die außergewöhnlich charaktervollen Puppenköpfe zu Josef August Lux' Don Quixote.

Werner Dürnberger

Werner Dürnberger, Bildhauer, Maler, Grafiker, Puppenspieler und Bühnenbildner des Theaters, schnitzt die Köpfe zu Shakespeares Der Sturm. Durch die Vielseitigkeit Dürnbergers entstehen andere zahlreiche Märchenfiguren. Neues wird auf die Beine gestellt. Zur Mozartwoche 1975 La finta giardiniera,1978 Der Nussknacker, beide zusammen mit Josef Magnus.

Edmund Pointner

Edmund Pointner, Salzburger Bildhauer, beginnt seine Arbeit an den wichtigsten Neuinszenierungen der kommenden Jahre. 1982 als Gemeinschaftsproduktionen mit dem ZDF entstehen Mignon, Die Verkaufte Braut, und Der Waffenschmied. Er schafft phantastische Gestalten zu Hoffmanns Erzählungen, Figaros Hochzeitund im Mozartjahr 1991 Così fan tutte.

Pierre Monnerat

Seit 1996 verbindet Pierre Monnerat eine enge Zusammenarbeit mit dem Salzburger Marionettentheater. Der Absolvent der Hochschule der Künste in Genf baute 1996 die Puppen für Oberon, eine Koproduktion zwischen dem Marionettentheater und den Salzburger Festspielen. Seither fertigte er alle Puppen für Neuinszenierungen des Salzburger Marionettentheaters: 1997 Josa und die Zauberfidel, 1998 Peter und der Wolf, 2001 Ein Sommernachtstraum, 2004 Hänsel und Gretel sowie 2006 Bastien und Bastienne/Der Schauspieldirektor.

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Salzburger Marionettentheater

Schwarzstraße 24, A 5020 Salzburg

T (+43 662) 87 24 06, F (+43 662) 88 21 41, M info@marionetten.at

https://www.marionetten.at/das-theater/
Abgerufen am: 25.09.2018

 

 
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