Das Theater

Das Salzburger Marionettentheater: eine 100-jährige Familientradition. Erfahren Sie noch mehr über die Geschichte des Salzburger Marionettentheaters und lesen Sie über unser Haus.

Lernen Sie unser Ensemble und unsere Bildhauer kennen, werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen, erfahren Sie mehr über den Verein und werden Sie Mitglied und erhalten Sie detaillierte Informationen zur Miete unseres Theaters.

1945

Nach Kriegsende und nach der Rückkehr Hermann Aichers beginnen die Salzburger Marionetten sogleich wieder zu spielen. Erste Vorstellung für amerikanische Soldaten. Gastspiele in Innsbruck und in der Steiermark für die französischen und englischen Besatzungsmächte.

1947

Einladung nach Paris ins Théâtre des Champs-Elysées – die Salzburger Marionetten geben das erste deutschsprachige Gastspiel in Frankreich nach Kriegsende.

1948

Inszenierung von Shakespeares „Der Sturm“. Gastspiel im Schloss Schönbrunn in Wien für Offiziere der englischen Armee. Der Musikmanager Martin Taubmann betreut die Salzburger Marionetten für die folgenden 33 Jahre und führt sie zu Weltruhm.

1950

Das Jahrzehnt der großen Reisen beginnt. In diesem Jahr gastieren die Salzburger Marionetten in Holland, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien und der Schweiz. Die Salzburger Marionetten beginnen, anstelle von Sprechern, Sängern und Musikern, mit Tonbandaufnahmen zu arbeiten.

1951

Eine amerikanische Filmproduktion dreht mit den Marionetten 12 Märchenfarbfilme. Produktion von Mozarts „Zauberflöte“ unter der Regie von Géza Rech, Ausstattung von Günther Schneider-Siemssen, Kostüme Friedl Aicher. Im Herbst große England-Tournee mit Schwerpunkt London.

1952

Im Rahmen eines Fünf-Jahres-Vertrages mit Amerika reisen die Salzburger Marionetten im Herbst nach Übersee. In Boston hat „Zauberflöte“ Premiere – zum ersten Mal Große Oper auf der Puppenbühne. Der Erfolg wiederholt sich in allen Städten, vor allem auch in New York. „Zauberflöte“ steht bis heute nahezu unverändert auf dem Spielplan und ist die meist gespielte und erfolgreichste Inszenierung in der Geschichte der Salzburger Marionetten.

1953

Für die Inszenierung der Operette „Die Fledermaus“ wird eine Drehbühne entwickelt. Die Premiere findet auf der zweiten USA-Tournee in New York statt.

1954

Die Salzburger Marionetten zeigen ein komplettes Ballett: Tschaikowskys „Nussknacker“. Zusammen mit einer neuen Choreographie des „Sterbenden Schwans“ hat diese dritte große Produktion in Montréal Premiere. Anschließend reist das Theater durch Nord- und Zentralamerika, bis nach Kolumbien, Peru, Venezuela und Kuba.

1958

Gastspiel in Japan. Die Salzburger Marionetten eröffnen das 1. Osaka-Festival mit der „Zauberflöte“. Anschließend 10 Vorstellungen in Tokio. Die Salzburger Marionetten gastieren bei den Mai-Festspielen in Ludwigsburg und bei der Weltausstellung in Brüssel.

1960–1961

Das eigene Theater in der Dreifaltigkeitsgasse wird wegen Baufälligkeit geschlossen. Zwischen internationalen Tourneen „gastieren“ die Marionetten im Großen Saal des Mozarteums in Salzburg.

1962

Am 26.Mai eröffnen die Salzburger Marionetten ihre Spielzeit im Kapitelsaal der Erzdiözese am Kapitelplatz. Das Ausweichquartier Werkstätten, Schneiderei und Nebenräumen wird für fast 10 Jahre zum Salzburger Stammhaus.

1964–1968

Festaufführung im berühmten „Teatro la Fenice“ in Venedig. Die Marionetten gastieren beim Christmas Festival in New York. Europatournee und im Herbst 1964 wiederum in den USA und Kanada. Gastspiel bei den Festspielen in Versailles und im Cuvilliés-Theater in München. Inszenierung von Mozarts „Don Giovanni“. Nach der Rückkehr aus den USA große Italien-Tournee mit Auftritten in der „Piccola Scala“ in Mailand und der „Aula magna“ in Rom. Gastspiel in Südafrika und – für 10 Wochen – Australien beim Adelaide Festival.

1971

Die Salzburger Marionetten bekommen ein eigenes Theater. Der Umbau des ehemaligen Hotels Mirabell zwischen Mozarteum und Landestheater ermöglicht, ein ganz auf die Bedürfnisse des Theaters abgestimmtes Haus einzurichten. Am 11. Juli wird das neue Haus mit Rossinis „Barbier von Sevilla“ eröffnet.

1973

Zum 60. Geburtstag der Gründung der Salzburger Marionetten entsteht ein Dokumentarfilm über Werdegang und Entwicklung des Theaters.

1974

Nach 25 Jahren wieder ein Gastspiel in London: drei Wochen spielen die Marionetten im „Sadlers Wells Theatre“. Anschließend geben die Salzburger Marionetten eine eigene Stagione im Opernhaus von Piräus/Athen.

1975

Die Salzburger Marionetten spielen im Rahmen der Mozart-Woche in der Internationalen Stiftung Mozarteum. Neuinszenierung „Apollo und Hyazinthus“.

1976

Neuinszenierung von Mozarts „La finta giardiniera“. Premiere anlässlich der Mozart-Woche im Januar. Gastspiel in Spanien. Erneut vierwöchiges Gastspiel im „Sadlers Wells Theatre“ in London, anschließend Nordamerika, Weihnachtssaison im „Lincoln Center“ New York.

1977

11.Juni: Fest-Gala zum 75.Geburtstag Hermann Aichers in Anwesenheit des Bundespräsidenten Dr. Rudolf Kirchschläger. Hermann Aicher wird Ehrenbürger der Stadt Salzburg. Am 1. Juli stirbt Hermann Aicher. Gretl Aicher übernimmt die Leitung des Theaters.

1978

„Der Nussknacker“ wird als abendfüllendes Ballett völlig neu erarbeitet und erlebt an Weihnachten seine Premiere.

1979–86

Gastspiel beim Internationalen Festival in Hongkong. Neben der Salzburger Saison und Reisen nach Frankreich, Italien und Deutschland dreht das Zweite Deutsche Fernsehen mit den Salzburger Marionetten Opernfilme: „Mignon“, „Die verkaufte Braut“, „Der Waffenschmied“. Inszenierung von Mozarts „Le Nozze di Figaro“. Herbstgastspiel in Paris. Große Italientournee, unter anderem im „Piccolo Teatro“ Milano, im „Teatro Malibran“ in Venedig, in Florenz, Rom und Neapel. Gastspiel der Salzburger Marionetten in Berlin. Gastspiele in Brüssel und Luxemburg.

Die Bildhauer

Anton Aicher

In einem kleinen Dorf in der Südsteiermark wird Anton Aicher 1859 geboren. Seine Begabung zum Schnitzhandwerk wird in früher Jugend erkannt und er wird zu einem bekanntem Altarschnitzer in die Lehre geschickt, später nach Wien auf die Kunstakademie. Der junge Bildhauer wird an eine Lehrstelle der Bildhauerklasse an der Staatsgewerbeschule Salzburg berufen. Das Interesse an beweglichen Figuren führt Anton Aicher nach München zu einem der damaligen Meister des Puppenspiels, „Papa” Schmid. Der Grundstein für das Marionettenspiel wird gelegt. Aicher beginnt kleine Köpfe zu schnitzen, Körper zu bauen. Rosa Aicher, seine Frau, schneidert die Kostüme, und am 27. Februar 1913, mit Mozarts Jugendoper Bastien und Bastienne, erfolgt der erste öffentliche Auftritt von „Prof. Anton Aichers Künstler Marionettentheater”.

Graf Schaffgotsch und Luise Spannring

Zu dem Bühnenbildner Graf Schaffgotsch gesellt sich im Jahr 1926 auch die bereits renommierte Salzburger Keramikerin Luise Spannring. Für Mozarts Jugendwerk Apollo und Hyazinth, modelliert sie Köpfe, Hände und zum Teil auch ganze Figuren. Diese Bühnenproduktion zählt bis zum heutigen Tag zu einem besonderen Juwel des Salzburger Marionettentheaters.

Sepp Aichberger

Sepp Aichberger, ein begabter Schüler Anton Aichers aus der Wiener Zeit, kommt nach Salzburg und übernimmt die Weiterentwicklung des Schnitzhandwerks für die Anforderungen des Theaters.

Für das Gastspiel 1936 in St. Petersburg und Moskau verlangt man einen Meter große Figuren für die zu bespielenden Freilichttheater und großen Bühnen. Der schöne Kopf der Tänzerin Anna Pawlowa stammt von Aichberger.

Sepp Pyffrader

Sepp Pyffrader, ein bekannter Salzburger Bildhauer, gestaltet 1937 die Köpfe für die vielleicht erfolgreichste Aufführung der Zeit: Der Diamant des Geisterkönigs von Ferdinand Raimund.

Josef Magnus

Josef Magnus stößt 1945 zur Künstlergemeinschaft. In Zusammenarbeit mit Friedl Aicher werden die Salzburger Figuren weiterentwickelt. Am Programm steht der Jedermann von Kurt Nachmann, das alte Puppenspiel Doktor Faust, Der Salzburger Don Juan, Die Gärtnerin aus Liebe, sowie Max und Moritz. Magnus ist die Hauptstütze für die Erstellung vieler neuer Programme, u.a. Die Zauberflöte, Die Entführung aus dem Serail, Schneewittchen, Dornröschen.Unter seiner Hand entstehen schönste Köpfe und bezauberndste Märchenfiguren.

Jakob Adelhart

1948 kommt Jakob Adelhart als Bildhauer zum Ensemble und schafft die außergewöhnlich charaktervollen Puppenköpfe zu Josef August Lux' Don Quixote.

Werner Dürnberger

Werner Dürnberger, Bildhauer, Maler, Grafiker, Puppenspieler und Bühnenbildner des Theaters, schnitzt die Köpfe zu Shakespeares Der Sturm. Durch die Vielseitigkeit Dürnbergers entstehen andere zahlreiche Märchenfiguren. Neues wird auf die Beine gestellt. Zur Mozartwoche 1975 La finta giardiniera,1978 Der Nussknacker, beide zusammen mit Josef Magnus.

Edmund Pointner

Edmund Pointner, Salzburger Bildhauer, beginnt seine Arbeit an den wichtigsten Neuinszenierungen der kommenden Jahre. 1982 als Gemeinschaftsproduktionen mit dem ZDF entstehen Mignon, Die Verkaufte Braut, und Der Waffenschmied. Er schafft phantastische Gestalten zu Hoffmanns Erzählungen, Figaros Hochzeitund im Mozartjahr 1991 Così fan tutte.

Pierre Monnerat

Seit 1996 verbindet Pierre Monnerat eine enge Zusammenarbeit mit dem Salzburger Marionettentheater. Der Absolvent der Hochschule der Künste in Genf baute 1996 die Puppen für Oberon, eine Koproduktion zwischen dem Marionettentheater und den Salzburger Festspielen. Seither fertigte er alle Puppen für Neuinszenierungen des Salzburger Marionettentheaters: 1997 Josa und die Zauberfidel, 1998 Peter und der Wolf, 2001 Ein Sommernachtstraum, 2004 Hänsel und Gretel sowie 2006 Bastien und Bastienne/Der Schauspieldirektor.

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Salzburger Marionettentheater

Schwarzstraße 24, A 5020 Salzburg

T (+43 662) 87 24 06, F (+43 662) 88 21 41, M info@marionetten.at

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Abgerufen am: 17.01.2018

 

 
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